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Auf-und Vorheiz-Zeiten bei Infrarot und Sauna

Auf-und Vorheiz-Zeiten bei Infrarot und Sauna
Sehr häufig werden wir gefragt, wie lange man eine  eine Infrarotkabine oder Sauna vorheizen um die ideale Betriebstemperatur zu erreichen.
Infrarot-Kabine:
Hier sind 15 Minuten Vorheizzeit empfohlen. Quarzstrahler erhitzen sich innerhalb von nur 3 Sekunden auf bis zu 600 °C; Magnesium-Oxid-Strahler schaffen es in etwa 2 Minuten auf bis zu 300 °C. Aber im Falle von Flächenstrahlern ist die Aufheizphase wesentlich länger und es hängt sowohl vom Material als auch von der Stärke der Abdeckung ab, wie lange das Vorheizen schließlich dauert. Berücksichtigt man, dass der Körper überall von Infrarot-Heizstrahlern umgeben ist, könnte die Infrarotkabine eigentlich sofort verwendet werden und müsste nicht vorgeheizt werden. Dennoch ist es nicht sehr angenehm, nackt in einer Kabine zu sitzen, wo die Lufttemperatur nur 20 °C beträgt. Von daher ist eine Vorheizzeit auch bei IR-Kabinen sinnvoll. Auch hier greift wieder das aus Sauna und Dampfbad bekannte Prinzip: langwellige IR-Strahlung erfolgt nach ausreichender Zeit auch durch erwärmte Wände, Decke und Bänke. Dadurch, dass in einer Infrarot-Kabinen vorwiegend mit kurz- und mittelwelligen IR-Heizstrahlern direkte Strahlungswärme genutzt wird, ist die Auf- und Vorheizzeit deutlich geringer als in der Sauna. Auch die vertikale Temperaturdifferenz ist nicht so groß. Nach einer relativ kurzen Zeit werden Lufttemperaturen von 50 bis 60 °C erreicht und man kann diese Temperaturen schon fast mit dem Erlebnis auf einer oberen Bankebene in einer traditionellen Sauna vergleichen. Man kann von fließenden Übergängen sprechen: wenn jemand eine Saunasitzung hat, kann es teilweise auch eine Infrarotkabinen-Anwendung sein und umgekehrt: wenn jemand eine Infrarot-Kabine kräftig aufheizt, kann es sich zu einer klassischen Saunasitzung verwandeln. Eigentlich fehlt dann nur noch das für Sauna typische Aufguss-Erlebnis.

Sauna:
Eine Saunakabine sollte mindestens drei Stunden vorgewärmt werden! Die Luft ist relativ leicht und rasch aufgeheizt und schon nach 45 Minuten kann das Thermometer 100 °C anzeigen. Aber dies ist noch kein Saunaklima, sondern in Wirklichkeit nur ein Raum, der mit heißer Luft gefüllt ist. Die meisten privaten Nutzer einer Sauna haben Ihre ersten Saunaerfahrungen in einem Hotel, einem Fitness- oder Wellness-Center gemacht. Dann kommt rasch der Entschluss eine eigene Sauna zu Hause haben zu wollen. Aber dann zeigt sich, dass es nicht das gleiche Erlebnis ist, welches man kennengelernt hatte: „Ich glaube nicht, dass ich sehr viel schwitze." oder „Es ist doch noch ein anderes Saunabad." Die Begeisterung ist etwas getrübt. Dies ist jedoch eine Folge der nicht ausreichenden Vorheizzeit der Kabine. Das Schwitzen ist nicht nur eine Reaktion auf die hohe Lufttemperatur, sondern wird auch durch Infrarotstrahlung verursacht. Und diese fehlt noch: die primäre Erhitzung erfolgt über den Ofen und die Konvektion der Luft und die sekundäre – nicht weniger wichtige – Wärmequelle sind die Holzwände, die Decke sowie die Bänke. Deren Infrarotstrahlung setzt erst später ein und führt erst nach und nach zu dem gewohnten Sauna-Erlebnis in einer ganz anderen Dimension. In diesem Fall fungieren die Hölzer von Wänden, Decken und Bänken wie langwellige Infrarot-Strahler. Diese Infrarot-Wärme wird anders vom Menschen wahrgenommen, man schwitzt mehr und der Körper absorbiert mehr Wärme. Es ist tatsächlich so, dass ein Mensch in Liegeposition auf der obersten (wärmsten) Bank in den Genuss einer echten Infrarot-Tiefenwärme-Behandlung kommt.
Große Temperaturunterschiede in verschiedenen Ebenen:
Heiße Luft ist leichter als kalte und steigt nach oben auf. Wenn die Temperatur an der Decke 100 °C beträgt, dann werden am Boden etwa 30 °C gemessen, auf der ersten Bankebene (50 cm hoch) herrschen etwa 50 °C, auf der zweiten Bankebene (90 cm hoch) sind es dann etwa 65 °C und noch weiter oben bei etwa 180 cm Höhe werden die Temperaturen von bis 90 bis 100 °C gemessen. Das ist in der Sauna zum einen vollkommen normal und zum anderen auch erwünscht, denn sonst wäre man nicht in der Lage, mit nackten Füßen auf dem Boden zu stehen oder die Temperatur der Bänke wäre unerträglich für unsere Haut. Außerdem können so verschiedene individuelle Wohlfühl-Temperaturen auf den Bankebenen genutzt werden. Unterschiedliche Kabinen-Grundrisse können zwar zu kleineren als den oben genannten Temperaturdifferenzen führen, aber grundsätzlich bleibt es immer bei einem deutlichen Termperaturgefälle von oben nach unten.

Warum braucht man eine Ventilation und einen Luftaustausch in der Sauna? Geht so nicht viel Wärme verloren?
Wenn es keine Frischluftzufuhr in einer Sauna gäbe, so würde rasch ein Sauerstoffmangel in der Kabine entstehen und die Badegäste könnten sich unwohl fühlen.
Ohne Frischluft-Zirkulation und ohne Lufteintritts- und Luftaustritts-Öffnungen steigt die Warmluft aus dem Ofen rasch zum Sensor, der sich oberhalb des Ofens befinden muss, und staut sich dort. Dadurch wird der Ofen abgeschaltet bevor die gewünschte Temperatur wird.
Der Lufteinlass befindet sich unterhalb des Saunaofen oder als Lüftungsspalt unter der Glastür. Der Luftauslass befindet sich in etwa 80 cm Höhe gegenüber vom Lufteinlass, genau unterhalb der zweiten Bank.